Opel
Die Adam Opel GmbH, so der offizielle Name des Unternehmens, ist der zweitgrößte deutsche Automobilhersteller. Die Firma gehört bereits seit Anfang der 30er Jahre zu dem US-amerikanischen Automobilkonzern General Motors.
Unternehmenssitz von Opel ist Rüsselsheim. Produktionswerke befinden sich außerdem in Bochum, Kaiserslautern und Eisenach sowie an sechs weiteren europäischen Standorten.
Opel wurde bereits 1862 als Nähmaschinenproduzent gegründet, später wurden auch Fahrräder produziert. Um die Produktion zu vergrößern, baute Opel 1868 seine erste Fabrik in der Nähe der Mainbahn auf. In den 1920er wurde Opel dann zum größten Fahrradhersteller der Welt.
Drei Jahre nach dem Tod von Adam Opel begannen seine Söhne 1898 mit der Automobilproduktion. Sie kauften die Firma des Dessauer Automobilpioniers Friedrich Lutzmann auf, machten diesen zu ihrem Direktor und ließen anschließend den Opel-Patentmotorwagen System Lutzmann in Eigenproduktion fertigen.
1924 wurden im Werk in Rüsselsheim Fließbänder eingeführt, um billiger produzieren zu können. Der damals sehr beliebte Opel Laubfrosch konnte dadurch in Großproduktion gebaut werden. Zeitweilig stieg Opel sogar zum größten deutschen Automobilhersteller auf.
1931 verkauften Wilhelm und Fritz von Opel die Firma an General Motors. In den Folgejahren, auch während des Zweiten Weltkriegs, wurde ein großer Teil der Opel-Produktion an die Wehrmacht geliefert.
Nach dem Krieg produzierte das Unternehmen bereits 1947 wieder am Stammsitz Rüsselsheim. In den folgenden Jahrzehnten folgte ein stetiges Wachstum, bis es ab etwa 1990 im Zuge von Sparmaßnahmen zu immer gravierenderen Qualitätsmängeln kam, die zu einem Imageverlust der Marke führten. Die anhaltend schlechte Konjunktur drückte ebenfalls auf die Absatzzahlen.
Die daraus resultierenden Milliardenverluste führten in der Folge zu einem umfangreichen Abbau von Kapazitäten und Mitarbeitern. Im Jahr 2006 hatte Opel in ganz Deutschland nur noch rund 28.000 Mitarbeiter - zehn Jahre vorher waren es noch 46.000 gewesen. Knapp 335.000 zugelassene Neuwagen bedeuteten 2006 einen Marktanteil von 10,3 Prozent in Deutschland.